Sie haben wahrscheinlich schon mehrere Tabs offen: Toggl in einem, Clockify im nächsten, dazwischen die eigene To-do-Liste mit „Zeiterfassung endlich klären”. Beide Tools sind bekannt, beide haben treue Nutzer – und beide strukturieren ihren Funktionsumfang auf vier bis sechs Preisstufen.
Wir haben uns die aktuellen Preisseiten und Hilfe-Dokumentationen von Toggl Track und Clockify angesehen und sie anhand ihrer öffentlichen Angaben verglichen: Preis, Setup, Datenstandort, KI-Integration und Zugriffsrollen. Mit Quellen und Preisen zum Referenzdatum.
Kurzfassung: Toggl und Clockify sind solide, etablierte Tools. Der Unterschied liegt darin, was Sie bezahlen müssen, um an Funktionen zu kommen, die bei Fritto von Anfang an dabei sind – und wo Ihre Daten am Ende liegen.
Preis im Vergleich
Alle drei Tools haben einen kostenlosen Einstieg. Interessant wird es, sobald ein Team wächst und echte Funktionen braucht – Abrechnung, Freigaben, Integrationen. Die Preise der Wettbewerber sind in US-Dollar angegeben (Stand 31.08.2026, ca. 1 USD ≈ 0,86 €):
Fritto: Ein Preis, keine Stufen. Der erste Nutzer ist kostenlos, jeder weitere kostet 3 € im Monat – mit allen Funktionen von Anfang an.
Clockify: Kostenlos nutzbar bis 5 Mitarbeitende, allerdings mit einem auf einen Monat begrenzten Datenzeitraum. Der günstigste kostenpflichtige Plan (Basic) startet bei 3,99 $ pro Nutzer und Monat. Wer die Datenregion selbst wählen möchte, braucht mindestens den Pro-Plan ab 7,99 $, SSO gibt es erst im Enterprise-Plan ab 11,99 $.
Toggl Track: Kostenlos nutzbar für eine begrenzte Anzahl an Nutzern. Der Einstieg in einen kostenpflichtigen Plan (Starter) liegt bei 9 $ pro Nutzer und Monat. Jira-Integration, Single Sign-on und Freigabe-Workflows sind erst im Premium-Plan enthalten – 18 $ pro Nutzer und Monat (im ersten Jahr bei jährlicher Abrechnung 14 $).
Preise Stand 31.08.2026, siehe Quellenangabe am Ende des Artikels für aktuelle Zahlen.
Der Unterschied ist strukturell: Bei Toggl und Clockify zahlen Sie mehr, um an Dinge wie Freigaben, SSO oder eine bestimmte Datenregion zu kommen. Bei Fritto sind alle Funktionen im Einzelpreis von 3 € enthalten.
Setup-Zeit im Vergleich
Bevor Sie bei Toggl oder Clockify überhaupt den ersten Timer starten, treffen Sie mehrere Entscheidungen: welcher von vier bis sechs Plänen, ob Sie jährlich oder monatlich zahlen, bei Clockify zusätzlich, ob Sie überhaupt eine Datenregion wählen dürfen (nur ab Pro-Plan). Das ist kein Beinbruch – aber auch keine zwei Minuten.
Bei Fritto gibt es nur einen Plan – keine Tarifwahl, keine Zusatzentscheidung. Der Aufbau dauert etwa zwei Minuten. Der erste Nutzer ist kostenlos, jeder weitere kostet 3 €.
Funktionsumfang im Vergleich
Daten & Serverstandort
Fritto speichert alle Daten auf Servern in Deutschland, GDPR-konform, für jeden Nutzer gleich. Toggl (Toggl OÜ, Estland) macht auf der öffentlichen Preisseite keine Angabe zu einem garantierten Serverstandort. Clockify speichert standardmäßig in einer globalen Region – die Wahl von „EU (Deutschland)” als Datenregion ist erst ab dem Pro-Plan möglich.
KI-Agenten & MCP
Fritto hat einen offiziellen, gewarteten MCP-Server: Claude und andere KI-Assistenten loggen Zeit direkt, ohne Umweg über Drittanbieter. Clockify kündigt einen eigenen MCP-Server an (Stand 31. August 2026 in der Hilfe-Dokumentation als „Coming Soon” markiert). Für Toggl gibt es Stand 31. August 2026 bislang keinen offiziellen MCP-Server – Nutzer greifen auf inoffizielle Community-Lösungen zurück, ein entsprechender Feature-Wunsch steht seit Februar 2026 offen.
Jira-Integration
Bei Fritto Teil des Basis-Plans: Zeit direkt im Ticket erfassen, ohne Kontextwechsel. Bei Toggl ist die native Jira-Integration erst ab dem Premium-Plan enthalten. Clockify bietet eine Jira-Integration über den Atlassian Marketplace an, unabhängig von der Kernpreisstufe.
Excel-Anbindung
Fritto bietet eine Live-Anbindung über Office Scripts – Zeitdaten auf Knopfdruck aktuell, kein manueller CSV-Export. Clockify exportiert auf dem Free-Plan ausschließlich als PDF, CSV-Export ist erst in höheren Plänen enthalten. Toggl bietet CSV-Export, eine native Live-Anbindung wie bei Fritto ist nicht dokumentiert.
Rollen & Zugriffsrechte
Fritto bringt fünf Rollen mit, zusätzlich frei definierbar – jeder sieht nur, was er braucht. Bei Clockify ist eine dedizierte Manager-Rolle erst ab dem Standard-Plan verfügbar. Bei Toggl gehört „Team Collaboration” zum Starter-Plan, feinere Rechteverwaltung zu höheren Stufen.
Vergleich auf einen Blick
Zusammenfassung: Wer passt zu wem?
Toggl Track → solide Wahl, wenn Sie primär Projektzeit für Reports brauchen und Jira/SSO nicht sofort wichtig sind
Clockify → sinnvoll, wenn Sie viele Nutzer günstig einbinden wollen und Datenregion oder KI-Anbindung (noch) zweitrangig sind
Fritto → gebaut für deutsche Unternehmen, die GDPR-Sicherheit, KI-native Workflows und Jira-Integration ohne Preisstufen-Hopping wollen